Liebe Skikameraden!

 

Der Generationswechsel in unserem Club ist nun endgültig vollzogen, denn in der Jahreshauptversammlung 2019 wurden, nach einer zweijährigen „Probezeit“, die neue Vorstandschaft einstimmig wiedergewählt.

 Ich wünsche mir von allen Mitgliedern und den Eltern eine gute Unterstützung der Verantwortlichen und will in der Zukunft mit meinen Beiträgen das Interesse am Ski-Club/TV Gefrees wieder etwas wecken.


Chronik Teil 1

1932/33

Spricht man in Kreisen der Skifahrer über Wetzsteinpokalllanglauf, Abfahrtslauf um den „Silbernen Hirschen“ und noch vieles mehr – alles Veranstaltungen mit Rang und Namen die mit dem Ski-Club Gefrees in Verbindung gebracht werden. Sicher ist, das es organisierten Wintersport schon lange vor der 1950 gegründeten „Skiabteilung der Turnvereins“ gab. Es war nämlich bereits 1932 beim Turnverein eine „Schneeschuhabteilung“ ins Leben gerufen worden, die zusammen mit dem Fichtelgebirgsverein eine Arbeitsgemeinschaft für den Wintersport bildete.

Die ersten Langläufe und Rodelwettbwerbe wurden organisiert und im Januar 1933 wurde in Grünstein die neu erbaute Sprungschanze eingeweiht. Gefrees muss seinerzeit schon eine Hochburg des Wintersports gewesen sein.

Unsere Nachbarn aus Münchberg und der weiteren Umgebung konnte die Anbindung mit dem Zug nutzen und eroberten Putzenberg, Vogelherd und Kesselberg und die neue Sprungschanze, wenn der Wettergott genug der weißen Pracht herunter schickte. Nach einer gewissen Zeit, geschuldet der politischen Ereignisse, wurde es ruhig um den Wintersport.

Gründung 1950

Bis nach dem 2. Weltkrieg ein Erwachen eintrat.

Man schrieb das Jahr 1950. Kurz vor Weihnachten, am 21. Dezember, trafen sich im „Schwarzen Bären“ einen Hand voll Männer um Nägel mit Köpfen zu machen. Nach am selben Tag gründeten sie einen neue Sparte des traditionsreichen Turnvereins – die Skiabteilung. Sie haben sich freilich nicht ausmalen können welchen großartigen Weg, der „Ski-Club“, wie er später einmal heißen wird, nehmen wird.  

Willi Brandenstein, Max Jungnickel, Paul Haberstumpf, Friedrich Hain, Christian Stenzinger, Walter Hain, Christian Fraas, Christian Quehl, Rudi Walther und Rudi Müller waren die Gründungsmitglieder.

1952

Ihre große Pionierarbeit unter der Leitung von Willi Brandestein legte den Grundstein für ein solides Fundament. Sie erkannten, dass die alten Skigebiete nicht mehr den Anforderungen entsprachen und werden im Gebiet der „Hügelwiese“ fündig. Mit zahllosen freiwilligen Arbeitsstunden, dem Entgegenkommen der Anlieger und der Stadt Gefrees konnte eine ca. 1000 Meter lange Abfahrtsstrecke geschaffen werden. Eine naturbelassenen Piste, die heute noch zu den Schönheiten im Fichtelgebirge zählen würde, wenn sie genutzt würde. Die Ersten Veranstaltungen werden organisiert, der Abfahrtslauf um den „Silbernen Hirschen“ war weit und breit bekannt.

Am 09.03.1952 wurde zum ersten mal der „Silberne Hirsch“ ausgefahren, der Sieger hieß Herrmann Zapf.

Sieger Silberner Hirsch 09.03.1952

Herrmann Zapf

Gruppenbild beim Abfahrtslauf um den Silbernen Hirschen in der Hügelwiese

Auch für Skitouren liesen sich die Gefreeser begeistern.

 

Die erste Skitour fand am 13.01.1952 in die „Weißenhaider Mühle“ statt.

 

Vor allem der Langlaufsport wurde zu einem Aushängeschild der Abteilung. Unter der Leitung von Max Jungnickel wurden die Talente der heimischen Langläufer entwickelt. Von den Abteilungsleitern wurde das Augenmerk immer wieder auf die Jugendarbeit gelegt und so blieben Erfolge im nordischen Bereich nicht aus. Im Gebiet um Kornbach fanden die „Nordischen“ ideale Bedingungen. Nach einigen Trainingsläufen wurde am 15.02.1952 zum ersten Mal der „Wetzstein – Wanderpokal“ ausgetragen. Von den eingeladenen auswärtigen Vereinen nahmen der TV Stammbach, der TV Helmbrechts, FWS Schwarzenbach/Wald, Schwimmverein Hof, WSV Weißenstadt und der SC Neubau teil. Sieger wurde erwartungsgemäß der SC Neubau mit Hans Kastl, Alois Braun und Günter Markhoff.

Die Begeisterung für den Langlaufsport steigerte sich immer mehr. Das beweist das Bild aus dem Jahr 1953 bei dem alle Klassen am Start waren. Sage und schreibe 55 weibliche und männliche Teilnehmer aus Gefrees waren am Start und viele Zuschauer.

1953 in Gefrees auf der "Langswiese"

Die Gefreeser Skisportler nutzten aber nicht nur ihr heimisches Gelände für ihren Sport, sondern nahmen auch an alpinen und nordischen Wettkämpfen in der Umgebung teil. Auch im Skisprung beweisen sich einige Athleten.

 

 

Die Skiabteilung stellte 1956 mit Kurt Saar einen Bayerischen Jugendmeister, Heinz Bauer wird mit der bayerischen Länderstaffel Deutscher Meister der Jugend, 1963 erringt Karl Herold mit der Gaustaffel den Titel des Bayerischen Jugendmeisters, 1966 wird Klaus Esprester Bayerischer Jugendmeister und Monika Schödel Bayerische Meisterin mit der Gaujugendstaffel.

 

Nach langen Verhandlungen verfügt Gefrees über eine genehmigte Wanderloipe, die vom Skiclub gepflegt wird und allen Feierabendsportlern zur Verfügung steht.

 

Natürlich kam auch gesellschaftlich neuer Wind auf. Im Clublokal „Zum schwarzen Bären“ spielte oft die Musik und viele schöne Abende wurden zur Tradition. Weihnachtsfeiern, Skifahrertanz, Skifasching mit Umzug durch die Stadt und anschließender Skigaudi auf der Hügelwiese.

 

So vergingen die Jahre und der Skiclub Gefrees war in aller Munde und näherte sich seinem 25-jährigen Bestehen. Folgende Sportkameraden standen in den ersten 25 Jahren an der Spitze der Skiabteilung des Turnvereins Gefrees:

 

Willi Brandenstein

1950-1961

1963-1965

Hans Ulrich

1962

1967-1969

Karl Herold

1970-1971

Christian Haßfürter

1972-1973

Fortsetzung demnächst Euer Werner Haberstumpf